Zeckenschutz für Katzen: Was ist sicher, was ist giftig?

Zeckenschutz für Katzen: Was ist sicher, was ist giftig?

Mit dem Frühjahr beginnt die Zeckensaison – auch für Katzen, die nach draußen dürfen. Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen und müssen konsequent bekämpft werden. Doch Vorsicht: Viele Mittel, die für Hunde sicher sind, sind für Katzen lebensgefährlich. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Zeckenschutzmittel für Katzen geeignet sind – und welche du unbedingt meiden musst.

Warum sind Zecken für Katzen gefährlich?

Zecken können bei Katzen folgende Krankheiten übertragen: Borreliose, Babesiose und Anaplasmose. Zusätzlich können große Zeckenmengen zu Blutarmut führen, besonders bei Jungtieren.

Was ist für Katzen sicher?

Zugelassene Spot-on-Präparate für Katzen

Nur Produkte verwenden, die ausdrücklich für Katzen zugelassen sind. Geeignete Wirkstoffe sind unter anderem Selamectin und Fluralaner.

Zecken manuell entfernen

Die sicherste Methode bleibt das manuelle Entfernen mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Zecke nah an der Haut fassen, gerade herausziehen, Wunde desinfizieren und die Einstichstelle in den folgenden Wochen beobachten.

Zeckenhalsbänder für Katzen

Es gibt Zeckenhalsbänder speziell für Katzen – achte auf eine Sollbruchstelle, damit sich die Katze im Notfall befreien kann.

Was ist für Katzen giftig?

Permethrin – lebensgefährlich für Katzen

Permethrin ist in vielen Hunde-Spot-ons enthalten und für Katzen hochgiftig. Bereits kleine Mengen können zu Zittern, Krampfanfällen, übermäßigem Speichelfluss und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Auch der Kontakt mit einem frisch behandelten Hund kann gefährlich sein.

Ätherische Öle

Viele als natürlich beworbene Mittel enthalten ätherische Öle wie Teebaumöl, Eukalyptus oder Lavendel – diese sind für Katzen giftig, auch über die Haut und durch Einatmen.

Produkte für Hunde niemals bei Katzen anwenden

Verwende niemals Hunde-Zeckenmittel bei Katzen – auch nicht in geringerer Dosierung.

Anzeichen einer Vergiftung – sofort zum Tierarzt

  • Zittern oder Krampfanfälle
  • Starker Speichelfluss
  • Taumeln oder Koordinationsstörungen
  • Erbrechen oder extreme Schwäche

Bei Verdacht auf eine Vergiftung: sofort zum Tierarzt – jede Minute zählt.

Fazit

Zeckenschutz ist für Freigänger-Katzen wichtig – aber nur mit den richtigen Mitteln. Kaufe ausschließlich Produkte, die ausdrücklich für Katzen zugelassen sind, und halte Permethrin und ätherische Öle konsequent fern. Im Zweifel berät dich dein Tierarzt.