Narbe beim Pferd – Wundheilung & Narbenpflege richtig gemacht

Narbe beim Pferd – Wundheilung & Narbenpflege richtig gemacht

Narben beim Pferd – häufiger als gedacht

Pferde sind aktive Tiere – Schnittwunden, Scheuerstellen, Operationsnarben oder Verletzungen durch Zäune gehören zum Alltag vieler Pferdehalter. Ob nach einer Operation, einem Unfall oder einer Hauterkrankung: Die richtige Narbenpflege beim Pferd entscheidet maßgeblich darüber, wie gut eine Wunde verheilt und ob eine Narbe dauerhaft sichtbar bleibt oder sich zurückbildet.

Wie entsteht eine Narbe beim Pferd?

Die Wundheilung verläuft beim Pferd in vier Phasen:

  • Hämostase (Blutstillung): Sofort nach der Verletzung verschließt ein Blutgerinnsel die Wunde
  • Entzündungsphase: Das Immunsystem bekämpft Keime, die Wunde rötet sich und schwillt an – normal und notwendig
  • Proliferationsphase: Fibroblasten bilden neues Kollagen, Granulationsgewebe füllt die Wunde auf
  • Remodellierungsphase: Das Narbengewebe reift und festigt sich – dieser Prozess kann Monate dauern

Besonders bei Pferden besteht die Gefahr der überschießenden Narbenbildung: das sogenannte Wildfleisch (Granuloma pyogenicum), das vor allem an den Gliedmaßen auftreten kann und die Heilung erschwert.

Typische Ursachen für Narben beim Pferd

  • Schnittwunden durch Zäune, Draht oder scharfe Gegenstände
  • Scheuerstellen durch Sattel, Trense oder Halfter
  • Operationsnarben (z.B. nach Kolik-OP, Kastration, Tumorentfernung)
  • Bisswunden durch andere Pferde
  • Verbrennungen oder chemische Reizungen
  • Hauterkrankungen wie Mauke oder Sommerekzem

Erste Hilfe bei Wunden – was tun?

  1. Ruhe bewahren und das Pferd sichern
  2. Wunde mit sauberem Wasser oder Kochsalzlösung spülen
  3. Blutung stillen durch sanften Druck mit sauberem Tuch
  4. Wunde beurteilen: Tiefe, Größe, Lage – bei tiefen oder stark blutenden Wunden sofort Tierarzt rufen
  5. Keine Desinfektionsmittel auf offene Wunden (z.B. Wasserstoffperoxid) – sie schädigen das Gewebe

Narbenpflege beim Pferd – wann und wie?

Sobald die Wunde vollständig geschlossen ist und keine offenen Stellen mehr vorhanden sind, kann mit der gezielten Narbenpflege begonnen werden. Ziele der Narbenpflege:

  • Narbengewebe geschmeidig halten und Verhärtungen vorbeugen
  • Juckreiz reduzieren (Pferde reiben sich sonst wund)
  • Pigmentierung und Fellwachstum unterstützen
  • Entzündungen vorbeugen

Die rémigén+ AnimalCare 10+ ist ideal für die tägliche Narbenpflege beim Pferd. Die vegane Hautpflege-Suspension wurde speziell für die empfindliche Tierhaut entwickelt: Sie hält das Narbengewebe geschmeidig, beruhigt gereizte Haut und unterstützt die natürliche Regeneration – ohne aggressive Inhaltsstoffe.

Bei größeren Narben, Operationswunden oder intensiverem Pflegebedarf empfehlen wir die rémigén+ AnimalCare 20+: Die höhere Wirkstoffkonzentration unterstützt die Haut gezielt in der aktiven Heilungs- und Reifungsphase.

So wendest du die Narbenpflege richtig an

  1. Nur auf geschlossene Wunden: Erst nach vollständiger Wundschließung und – bei Nähten – nach Fadenentfernung beginnen
  2. Bereich reinigen: Narbenregion sanft säubern und trockentupfen
  3. Produkt dünn auftragen: Kleine Menge rémigén+ AnimalCare sanft einmassieren
  4. Regelmäßigkeit: 1–2x täglich für optimale Ergebnisse
  5. Reiben verhindern: Pferd nach der Anwendung kurz ablenken oder betroffene Stelle schützen

Wildfleisch beim Pferd – was tun?

Überschießendes Granulationsgewebe (Wildfleisch) muss tierärztlich behandelt werden – in der Regel durch Abtragen und anschließende Druckverbandbehandlung. Eigenständige Versuche können die Heilung verschlechtern. Nach der Behandlung ist eine konsequente Narbenpflege besonders wichtig, um Rückfälle zu vermeiden.

Wann zum Tierarzt?

  • Tiefe, stark blutende oder klaffende Wunden
  • Wunden in Gelenk- oder Sehnennähe
  • Zeichen einer Infektion: Eiter, starke Wärme, Schwellung, Fieber
  • Wildfleischbildung
  • Keine Heilungsfortschritte nach 1–2 Wochen

Fazit

Narben beim Pferd entstehen schnell – mit der richtigen Pflege heilen sie besser und hinterlassen weniger Spuren. Entscheidend ist: saubere Erstversorgung, tierärztliche Beurteilung bei Bedarf und eine konsequente Narbenpflege sobald die Wunde geschlossen ist. Die rémigén+ AnimalCare 10+ und 20+ begleiten deinen Vierbeiner dabei sanft und effektiv – von der Wundheilung bis zur vollständigen Narbenreife.